Frasnachter auf Podestplatz
Ostasien gilt als die Heimat des Drachenbootsports. «Kanurennen im grossen Drachenboot sind dort sehr verbreitet, die Sportart ist äusserst populär und sehr beliebt», weiss Ralf Schönung aus Erfahrung. In der ersten Septemberwoche fanden die Club-Team-Weltmeisterschaften in Hualien in Taiwan statt, an denen er teilnahm. «Es war eine der grössten Meisterschaften des IDBF-Verbands.» IDBF das steht für International Dragon Boat Federation, als internationale Drachenboot Föderation. Teams aus 21 Nationen, über 300 Vereine und über 5000 Sportlerinnen und Sportler beteiligten sich an der einwöchigen, hochkarätigen Drachenbootveranstaltung in Taiwan.
Erfolg trotz Hitze und Feuchtigkeit
Die Drachenbootrennen werden bei Welt- und Europameisterschaften über die Strecken 200 Meter, 500 Meter und 2000 Meter ausgetragen und sind in verschiedene Alters- und Bootklassen unterteilt. Ralf Schönung holte im Team der Kurpfalzdrachen-Germany, einer Paddel-Gesellschaft aus Mannheim in Deutschland, eine Silbermedaille über die Distanz von 2000 Metern in der Altersklasse Senior C/Open. Nur das US-Team aus Philadelphia hatte noch einen Drachenkopf vorne. Bronze wurde es dann über 500 Meter im Mixed-Team – hinter den Club-Teams aus Kanada und Australien, und ein weiteres Mal Bronze über 2000 Meter im Mixed Boot Senior C – diesmal hinter den Club-Teams aus den USA und Kanada. Schönungs Bilanz nach den sechs Renntagen: «Gold und damit der WM-Titel blieb uns verwehrt, aber diese Veranstaltung bei durchschnittlich 32 Grad und knapp 80 Prozent Luftfeuchtigkeit hat uns Europäer auf eine besondere Probe gestellt und am Ende sind wir stolz auf unser Ergebnis gegen die ganz grossen Nationen im internationalen Drachenbootsport.»
red