Umweltsünder unterwegs
Sabine MoosmannDie Gemeinde Berg reagierte umgehend und schaltete die Kantonspolizei für eine Spurenanalyse ein. Zudem wurde der kantonale Umwelt-Schadendienst beigezogen. Das kontaminierte Erdreich musste abgetragen und fachgerecht entsorgt werden, um eine weitere Belastung des Bodens und des Grundwassers zu verhindern. «Es wurden zwei bis drei Kubikmeter Waldboden ausgehoben und fachmännisch entsorgt» erklärt Gemeindepräsident Peter Imthurn und betont die Ernsthaftigkeit dieser Tat: «Ein Liter Motorenöl kann bis zu einer Million Liter Trinkwasser verschmutzen und ungeniessbar machen. Diese Tat war kein Unfall und ist kein Kavaliersdelikt.» Die Gemeinde hat Anzeige erstattet.
Die Behörden weisen darauf hin, dass Verunreinigungen mit Altöl gegen das Gewässerschutz- und Umweltschutzgesetz verstossen und entsprechend strafrechtlich verfolgt werden. Parallel zur Strafanzeige hat die Gemeinde einen Aufruf gestartet: Wer Hinweise zum Verursacher oder zu verdächtigen Beobachtungen im Bereich des Pfaffennasenwaldes machen kann, wird gebeten, sich bei der Gemeinde Berg unter 071 455 11 92 oder bei der Kantonspolizei unter 058 229 49 49 zu melden. Bis anhin gingen noch keine Meldungen ein.