Wenn der Werbeslogan selbst gelebt wird
Kim Berenice GeserNur einen Steinwurf vom See entfernt und Tür an Tür mit dem «ZIKpunkt» befindet sich das neue Büro von «Vitamin 2». Die Firma konnte sich jüngst einen Auftrag sichern, der sie längerfristig mit der Region verbinden wird. Noch dürfe sie nicht verraten, worum es sich dabei genau handle, sagt Nina Bauer, die für den neuen Standort im ZIK verantwortlich zeichnet. «Aber wir haben bereits im Zuge der bisherigen Projektarbeit gespürt: Wenn wir das echt erzählen wollen, müssen wir hier vor Ort sein.» Zumal in der Region ein Miteinander gelebt werde, was ihres Erachtens bereits im «ZIKpunkt» Ausdruck findet. Das sieht auch Samuel Güttinger so, Projektverantwortlicher bei «Vitamin 2»: «Anfangs waren wir skeptisch, als davon die Rede war. Aber wir haben schnell festgestellt, dass beispielsweise die Standortförderung «ArbON» nicht einfach eine Marketingfloskel ist, sondern wirklich gelebt wird.»
Dazu wolle man beitragen. Auch, indem man vor Ort Arbeitsplätze schaffe, ergänzt Firmengründer Jan Hasler. Insgesamt acht werden es an der Zahl sein. Arbeitsplätze braucht die Region tatsächlich, denn das bis 2045 prognostizierte Arbeitswachstum im Oberthurgau beträgt gerade einmal 3 Prozent, während der Wohnanteil im gleichen Zeitraum voraussichtlich um 27 Prozent wachsen wird. «Dabei ist die Region wirtschaftlich ungemein interessant», ist Hasler überzeugt.
Der Kreis schliesst sich
Für Hasler ist die Eröffnung des Arboner Standortes auch eine Art Heimkehr. «Als Seebueb finde ich es toll, wieder hier zu sein.» Für ihn schliesse sich damit schon fast ein Kreis, verrät er. Denn, wie es der Zufall will, liebäugelte er kurz bevor er sich vor rund 20 Jahren mit seinem Firmenpartner René Kappeler in St. Gallen selbstständig machte, mit einer Anstellung in der damaligen Agentur von Pablo Erat. Auch im Gedenken an den inzwischen verstorbenen Kreativen freut es Hasler deshalb, dass mit «Vitamin 2» wieder ein Werbeunternehmen im ZIK-Areal vertreten ist. Augenzwinkernd fügt er an: «Und ab sofort müssen wir uns so auch nicht mehr rechtfertigen, warum wir als St. Galler Firma Mandate im Oberthurgau haben.