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Bundesfeiern im Zeichen der Gemeinschaft

Letztes Wochende wurde am Bodensee der 1. August gebührend gefeiert. Tradition wurde aufgelebt und viele Besuchende feierten gemeinsam den Nationalfeiertag.

Arbon

Die Bundesfeier in Arbon stand im Zeichen gelebter Tradition, eindrücklicher Ansprachen und des Bewusstseins, dass Schweizerinnen und Schweizer stolz auf ihr Land sein dürfen. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher feierten gemeinsam den Nationalfeiertag.

Stadtpräsident René Walther begrüsste die Anwesenden und erinnerte an die Mythen rund um den Rütlischwur sowie an zentrale Werte wie Freiheit, Zusammenhalt und Sicherheit. Diese Mythen seien Fundamente der schweizerischen Identität. Heute würden sie im Sinne von Freiheit, Neutralität und weiteren Errungenschaften der Schweiz neu interpretiert und mit Leben gefüllt. Walther sprach auch über seinen persönlichen Stolz, Schweizer zu sein, und verwies auf die Bedeutung gelebter Traditionen. Als Beispiel nannte er die Arboner Trachtenfrauen. Indem sie ihre Trachten mit Stolz tragen, repräsentieren sie ein Stück Schweiz und bringen zugleich ihre Verbundenheit mit Arbon und dem Thurgau zum Ausdruck.

Dankbarkeit und Verantwortung

Nationalrat Marc Jost würdigte in seiner Festansprache Arbon und schlug dabei einen persönlichen Bogen zur Geschichte des Unternehmens Saurer, bei dem einst sein Schwiegervater gearbeitet hatte. Dieser fand dadurch den Weg vom Emmental nach Arbon. Jost zeigte sich beeindruckt von der Entwicklung des ehemaligen Saurer-Areals. In seiner Rede hob Jost die politische Stabilität und Verlässlichkeit der Schweiz hervor. Ebenso betonte er die direkte Demokratie und die schweizerische Kultur des Kompromisses, mit der tragfähige Lösungen für die Bevölkerung gefunden werden. Aus Gesprächen mit ausländischen Regierungsvertretern wisse er, dass die Schweiz international als «Fels in der Brandung» wahrgenommen werde. Bei Konflikten werde sie immer wieder um Vermittlung gebeten und für ihre Rechtsstaatlichkeit geschätzt. Der 1. August sei kein Tag der Selbstbeweihräucherung, sondern ein Tag der Dankbarkeit, hielt Jost fest. Aus dieser Dankbarkeit erwachse Verantwortung: für die Natur und die Lebensgrundlagen, für gute nachbarschaftliche Beziehungen, für den gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie für den Mut zur Innovation.

Geselliger Ausklang

Für den musikalischen Rahmen sorgten das Alphorn-Trio Salmsach und die Stadtmusik Arbon. Auch die Nationalhymne und das Thurgauerlied wurden von den Anwesenden feierlich mitgesungen. Die vom Verein «arbon attraktiv» organisierte Bundesfeier erwies sich als stimmungsvoller und traditionsreicher Anlass, der Gemeinschaft, Heimatverbundenheit und Verantwortung.

Horn

Die Gemeinde Horn feierte den 1. August in stimmungsvoller Atmosphäre im Festzelt direkt am See.

Trotz eines kurzen Regenschauers liessen sich die zahlreichen Besucherinnen und Besucher die gute Laune nicht verderben und genossen einen geselligen Abend. Die Festrede hielt Prof. em. Dr. Christoph Frei. Frei ist Staatswissenschaftler und Publizist und seit 2006 Titularprofessor an der Uni St. Gallen. In seiner Rede sprach er über die Bedeutung von Dankbarkeit, Demut und Verantwortung und schlug den Bogen von persönlichen Werten zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Der langanhaltende Applaus der Bevölkerung zeigte, dass die Rede grossen Anklang fand. Anschliessend bot sich bei Speis und Trank Gelegenheit zum gemütlichen Beisammensein.

Steinach

Die Bundesfeier in Steinach bot auch in diesem Jahr einen stimmungsvollen Rahmen für den Schweizer Nationalfeiertag. Zahlreiche Besuchende fanden sich ein, um den Anlass gemeinsam zu feiern.

Für den Auftakt und die musikalische Umrahmung sorgte die Musikgesellschaft Steinach. Das Alphorn-Duo Settereresteg und ihren Fahnenschwinger bereicherten die Feier ebenso. Ein schöner gemeinschaftlicher Moment war das Singen der Schweizer Nationalhymne. Im Anschluss ging der Abend nahtlos in die Summernightparty der Jungmannschaft über, welche den Besuchenden einen geselligen Ausklang des Nationalfeiertags ermöglichte.

pd

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