Ein Schuljahr voller Wandel
Sabine MoosmannDie Sonderschule Leuchtturm startete vergangenes Jahr in das erste Schuljahr und dies mit 16 Kindern und 14 erwachsenen Betreuungspersonen. Mittlerweile gab es einzelne Wechsel bei den Kindern, wodurch nun 18 Kinder täglich die Schule besuchen. Auch bei den Erwachsenen gab es während dem bisherigen Schuljahr einige Veränderungen: «Wir haben nun weniger Unterrichtsassistentinnen und dafür mehr Fachkräfte. Das Team setzt sich nun aus Kindergartenlehrpersonen, Primarlehrerinnen, Sozialagoginnen und Sozialpädagoginnen sowie Schulischen Heilpädagoginnen zusammen», erklärt Schulleiterin Petra Mölk und führt weiter aus: «Das multiprofessionelle Team liefert verschiedene Blickwinkel und sorgt dafür, dass verschiedene Ansätze, wie man die Kinder besser begleiten und fördern kann, zusammen kommen.» Das erste Schuljahr sei noch eine Findungsphase und durch diesen Wandel würden neue Spielräume entstehen und sich neue Dynamiken ergeben. «Das bietet zugleich Chancen, aber auch Herausforderungen. Man verlässt immer wieder den sicheren Hafen und findet sich neu», erklärt Mölk.
Struktur und Verantwortung
Die Schule ist in einem Zweifamilienhaus in der Säntisstrasse untergebracht. Im Garten leben Hühner und Meerschweinchen. «Die Tiere geben den Kindern Ruhe und Halt. Sie sind für das Füttern und das Ausmisten und somit für das Wohlbefinden der Tiere verantwortlich», erklärt die Schulleiterin. Dieses Übernehmen von Verantwortung und die gegebenen Strukturen hätten einen positiven Einfluss auf die Kinder.
Jedes Kind hat einen eigenen Tagesplan auf dem es erkennen kann, welcher Unterricht auf dem Plan steht, wo die Pausen verbracht werden und ob weitere Aufgaben für den jeweiligen Tag geplant sind. «Jeden Tag bereiten einzelne Kinder den Znüni für die ganze Klasse zu oder helfen der Köchin beim Zubereiten des Mittagessens. Sie werden somit in den Alltag eingespannt und lernen neue Dinge dazu», führt Mölk aus.
Sein eigener Leuchtturm sein
Neben der Einbindung in den Alltag und die Stärkung der Eigenverantwortung ist der Schule Leuchtturm besonders wichtig, dass die Kinder sich auch persönlich entfalten und entwickeln können. «Wir stärken die Kinder darin, ihre eigene innere Orientierung zu entdecken und entwickeln, ihr zu vertrauen und ihren Weg in ihrem Tempo zu gehen», erklärt Petra Mölk. Diese ist erkennbar, wenn man sich das Leitbild der Schule ansieht, das anhand der vier Naturelemente ausgebaut ist. Das Element Luft steht dabei für Lebensfreude und Lernen. Die Schule bietet den Kindern bewusst gestaltete Räume, um ihre Potenziale zu entfalten und somit ihr inneres Feuer für Neues zu entfachen. Auch das Element Wasser findet einen Einzug in das Konzept und den Alltag der Schule. «Kein Tag ist gleich wie der andere. Lernen wird als Prozess verstanden, der in Fluss kommt, wenn Kinder handeln, Verantwortung übernehmen und erleben, dass sie etwas bewirken können», führt Mölk aus. Genau diese Verantwortung gilt nicht nur für die Schülerinnen und Schüler selbst, sondern auch im Umgang miteinander, mit den Tieren und der Natur. «Dieser bewusste Umgang mit sich und dem Umfeld sichert ein gutes Klima und wird im Element Erde des Leitbilds zusammengefasst», erklärt die Schulleiterin Mölk weiter. Aus dem Element Erde leitet sich ebenfalls das Jahresmotto für das kommende Schuljahr ab. Die ersten Projekte beginnen bereits vor den Sommerferien mit der Umgestaltung des Gartens.
Gartenprojekt
Am Montag, 11. Mai führt die Schule Leuchtturm mit der Unterstützung von Helferinnen und Helfer der Kiwanis ein Gartenprojekt durch. Es werden kleinere und grössere Arbeiten gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern angepackt. Der Ersatztermin bei Schlechtwetter ist der folgende Dienstag, 12. Mai.