zum Inhalt springen

·

Zur Artikelübersicht

Lehrlingsprojekte prämiert

Die Emil-Halter Stiftung unterstützt seit über 25 Jahren Projekte und besondere Leistungen von jungen Menschen. Durch diese Unterstützung werden jährlich am Bildungszentrum in Arbon mehrere Lernende für ihre Vertiefungsarbeiten ausgezeichnet.

Sabine Moosmann

Im vorletzten Semester ihrer Ausbildung sind die Lernenden am Bildungszentrum Arbon (BZA) verpflichtet, eine Vertiefungsarbeit zu schreiben. Diese hat zum Ziel, dass sie sich mit einem Thema intensiver auseinandersetzen und anhand von Interviews, Umfragen oder ähnlichem selbstständig Mehrwert schaffen. Sieben dieser Arbeiten aus fünf Lehrberufen wurde diese Woche am Bildungszentrum Arbon prämiert. In den Lehrberufen Logistikern EFZ und Detailhandelsfachfrau/-mann wurden aufgrund der grossen Anzahl an Lernenden jeweils zwei Preise verliehen. Bei den Medizinischen Praxisassistenten (MPA), Dentalassistentinnen und Logistikerinnen EBA war es jeweils ein Preis. Verliehen wurden die Auszeichnungen von der Emil-Halter-Stiftung für Jugendförderung im Thurgau, vertreten durch Bernhard Friedrich. Die Stiftung unterstützt seit dem Jahr 2000 hervorragende Leistungen und einzigartige Projekte von jungen Menschen. Dabei ist der Stiftung besonders wichtig, dass die Leistungen oder Projekte Nachhaltigkeit oder Freiwilligenarbeit zum Thema haben oder von kantonaler Bedeutung sind. Dies wird deutlich in den prämierten Arbeiten.

Persönlicher Bezug ist zentral

Die Vertiefungsarbeiten werden im Fach «Allgemeinbildender Unterricht» geschrieben. Dabei werden insgesamt neun Themenbereiche abgedeckt, darunter Politik, Wirtschaft und Recht. Jede Vertiefungsarbeit muss drei dieser neun Themenbereiche abdecken. Ein weiteres zentrales Merkmal ist, dass alle Lernenden einen persönlichen Bezug zu ihrem gewählten Thema haben müssen. Dieser persönliche Bezug kann, wie beispielsweise die Vertiefungsarbeit von Alessandro Ingino aufzeigt, die eigene Familiengeschichte sein. Oder man lässt wie Bianca Vollenweider das eigene Hobby einfliessen und nutzt die Arbeit, um die Geschichte der eigenen Pfadi aufzuarbeiten. Jamie Hunziker, Laura Krattiger und Rahel Schmid wiederum nahmen sich alle drei dem Thema Leben mit Beeinträchtigung und der damit zusammenhängenden Inklusion an. In ihren Arbeiten machen sie sichtbar, dass zwar vielfältige Bemühungen da sind, diese zu fördern, im Alltag aber weiterhin viele Barrieren bestehen. «Es ist eine grossartige Erfahrung, die Lernenden bei diesen Arbeiten zu begleiten. Sie greifen spannende Themen auf und die Ergebnisse sind meist sehr beeindruckend», freut sich Nathalie Schär, Lehrperson für Allgemeinbildender Unterricht am BZA.

Bianca Vollenweider, Suahlia Rinaldi und Jamie Hunziker nahmen den Preis für ihre Vertiefungsarbeiten von Bernhard Friedrich an (v.l.).
Bianca Vollenweider, Suahlia Rinaldi und Jamie Hunziker nahmen den Preis für ihre Vertiefungsarbeiten von Bernhard Friedrich an (v.l.).
© Sabine Moosmann
Laura Krattiger, Alina Camenisch, Bernhard Friedrich, Rahel Schmid und Alessandro Ingino (v.l.) freuten sich gemeinsam über die prämierten Arbeiten.
Laura Krattiger, Alina Camenisch, Bernhard Friedrich, Rahel Schmid und Alessandro Ingino (v.l.) freuten sich gemeinsam über die prämierten Arbeiten.
© Sabine Moosmann

Anzeigen