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Lügen, Chaos und tote Hunde

Der Steinacher Theaterverein «d’bühni Steinach» führt vom 19. bis 21. März vier Mal die Mundartkomödie «Wo ist Mr. Bien?» auf. Im Doppelinterview geben Vereinspräsident Res Lutz und Regisseurin Melany Vuichet eine Vorschau auf die Theaterabende.

Diego Müggler

Wann haben Sie zuletzt Mr. Bean gesehen?

Res Lutz: Das ist nicht lange her – aber nicht den Mr. Bean, den Sie meinen (lacht). Die Kultfigur kommt mir aber immer wieder in den Sinn, da ich mal mit einem Schauspieler zusammenarbeitete, der jeweils die genau gleiche Grimasse zog.

Melany Vuichet: Mein Vater ist unglaublicher Fan. So schaute ich als Kind oft mit ihm und mit meinem Bruder Mr. Bean auf Französisch und wir haben uns kaputtgelacht.

Was verbindet das Stück mit dem Komödien-Klassiker?

Vuichet: Direkt haben sie nichts miteinander zu tun. Und doch sind beides Komödien mit viel Witz und Humor.

Die Vorschau verspricht ein «irrwitziges Chaos». Was können die Zuschauenden erwarten?

Vuichet: Ein Chaos aus ganz verschiedenen Bildern: Es kommen dauernd Figuren auf die Bühne oder gehen runter. Niemand weiss, was die jeweils anderen Figuren gemacht haben. So entsteht ein riesiges Durcheinander, welches das Stück dynamisch und lustig macht.

Das Ensemble des Theater- und Kulturvereins Bühni Steinach probten seit  Monaten an ihrem neuen Stück.
Das Ensemble des Theater- und Kulturvereins Bühni Steinach probten seit Monaten an ihrem neuen Stück.
© Diego Müggler

Melany Vuichet, Sie führen zum ersten Mal Regie. Wie kam es dazu?

Vuichet: In den vergangenen Jahren spielte ich bereits selbst beim Theater mit. Dabei merkte ich, dass mir das Im-Mittelpunkt-Sein nicht wirklich entspricht und ich lieber im Hintergrund arbeite. Entsprechend wurde ich angefragt, ob ich die Regie übernehmen kann. Mein Beruf als Projektmanagerin passt sicher auch dazu.

Was motiviert Sie an dieser Aufgabe?

Vuichet: Eine neue Herausforderung! Ich kann mich dabei kreativ ausleben und gemeinsam im Team etwas erarbeiten.

Und wo setzen Sie Ihren Schwerpunkt?

Vuichet: Im Humoristischen. Mein Ziel ist, dass alle Gäste zwei Stunden den Alltag vergessen und herzhaft lachen können.

Vereinspräsident Res Lutz und Regisseurin Melany Vuichet freuen sich auf humorvolle Theaterabende.
Vereinspräsident Res Lutz und Regisseurin Melany Vuichet freuen sich auf humorvolle Theaterabende.
© Diego Müggler

Wie in den vergangenen Jahren wird das Stück vier Mal aufgeführt. Mit welcher Belegung rechnen Sie?

Lutz: Die Vorführungen am Freitag und Samstag waren die vergangenen Jahre früh fast ausverkauft. Am Donnerstag geht der Verkauf normalerweise etwas länger. Dies ist auch dieses Jahr der Fall – am Donnerstag kommen die Gäste, die an den anderen beiden Daten nicht können.

Was steht auf der Zielgeraden noch an?

Lutz: Proben, Proben, Proben. Parallel dazu läuft die Produktion für die Kulisse, aber auch das Organisatorische wie das Gastronomische, die Bar oder der Ticketverkauf.

Vuichet: Der Feinschliff, um noch etwas mehr Witz und Dynamik in das Stück zu bringen. Jetzt beginnt es richtig Theater zu werden.

Auf was freuen Sie sich an den Vorstellungen am meisten?

Lutz: Auf das Publikum und die Reaktionen. Wenn die Leute reagieren, Freude haben und lachen, ist es für mich ein Highlight. Für mich fühlt sich das wie ein Dank an und bestätigt mich, dass wir in der Vorbereitung die richtigen Entscheidungen getroffen haben.

Vuichet: Ich freue mich ebenfalls auf die Reaktionen des Publikums. Wenn die Gäste schliesslich aus dem Saal gehen, Spass hatten und sich denken «Das war ein cooles Theater», haben wir unser Ziel erreicht.

Die Theaterabende

Auf dem Recycling-Hof der Hofmanns geht es hoch her. Vor allem als Hofbesitzer Daniel ein erstes Mal über Nacht verreist und sein verwöhnter Neufundländer Mr. Bien für Chaos sorgt. Die neuste Produktion des Theater Steinachs verspricht beste Unterhaltung. Die Vorstellungen finden vom 19. bis 21. März statt. Mehr Infos zum Stück und den Tickets gibt es auf www.theater-steinach.ch.

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