Rudern als Kraftquelle nach Brustkrebs
Mit «Ramer en Rose» startet der Seeclub Arbon ein neues Bewegungsangebot für Personen, die sich aufgrund einer Brustkrebserkrankung in Behandlung befinden oder im vergangenen Jahr eine entsprechende Diagnose erhalten haben. Ziel des Programms ist es, mit regelmässigem Rudern die körperliche Fitness zu fördern, das Wohlbefinden zu stärken und gleichzeitig den sozialen Austausch zu ermöglichen.
Schrittweise herangeführt
Das Angebot begann am Montag, 13. April, und richtet sich an Betroffene aus der Region. Gerudert wird jeweils montags und donnerstags zwischen 8.30 und 11 Uhr auf dem Bodensee. Angeboten wird das Programm in Zusammenarbeit mit der Krebsliga sowie dem Tumor- und Brustzentrum Ostschweiz. Das Programm ist in mehrere Phasen gegliedert. Den Auftakt bildet ein Einführungskurs mit sechs Kurseinheiten, in denen die Grundlagen des Rudersports vermittelt werden. Danach folgt ein Vertiefungskurs, bei dem Technik und Abläufe weiter trainiert und gefestigt werden. Im dritten Teil nehmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an regulären Ruderausfahrten teil. Auch bei schlechtem Wetter findet das Angebot statt. In diesem Fall treffen sich die Teilnehmenden im Bootshaus des Seeclubs Arbon. Dort stehen alternative Bewegungsprogramme wie Ergometertraining oder Spaziergänge am See auf dem Programm.
Sport trotz Einschränkungen
Voraussetzung für die Teilnahme ist unter anderem die Zustimmung der behandelnden Ärztin oder des behandelnden Arztes. Zudem müssen die Teilnehmenden mindestens 300 Meter schwimmen können und regelmässig an den Kurseinheiten teilnehmen. Der Seeclub weist darauf hin, dass gewisse funktionelle Einschränkungen – etwa an Knien, Schultern oder Rücken – bei der Gestaltung des Angebots berücksichtigt werden. Für das Training genügt normale Sportbekleidung. Schwimmwesten werden vom Verein zur Verfügung gestellt.