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Umbau statt Neubau

Das Neubau-Projekt der Raiffeisenbank Regio Arbon bleibt weiterhin blockiert. Weil eine zeitnahe Einigung mit dem Rekurrenten aussichtslos scheint, disponiert die Bankleitung nun um: Sie investiert noch einmal in den bestehenden Bau.

Kim Berenice Geser

Im Oktober 2022 präsentierte die Raiffeisenbank Regio Arbon das Siegerprojekt für ihren Neubau an der St. Gallerstrasse. Damals hiess es noch, der Baustart solle 2024 erfolgen. Faktisch lag da zu Jahresbeginn aber erst das Baugesuch auf. Die Baubewilligung liess noch einmal ein Jahr auf sich warten. Getan hat sich seitdem noch immer nichts. Das Bauprojekt ist aufgrund eines Rekurses blockiert. «Aktuell liegt das Verfahren beim Kanton», sagt Bankleiter Thomas Gutmann. Er geht davon aus, dass der Entscheid noch dieses Jahr fallen soll – zu Gunsten der Raiffeisen. «Es gibt nichts, was dagegen spricht. Wir halten uns an sämtliche Vorgaben und benötigen keine Sonderrechte.» Dennoch geht er nicht von einem baldigen Baustart aus. Während Gutmann in der Vergangenheit stets betonte, dass man auf eine Einigung mit dem Einsprecher aus der Nachbarschaft hoffe, ist dem heute nicht mehr so. «Wir müssen davon ausgehen, dass der Rekurrent den Entscheid bis ans Bundesgericht weiterziehen wird.» Damit würde sich die Umsetzung des Neubaus um weitere Jahre verzögern. «Die Situation ist extrem frustrierend», konstatiert er.

Der Kundenbereich der Raiffeisen Regio Arbon wird umgestaltet.
Der Kundenbereich der Raiffeisen Regio Arbon wird umgestaltet.
© Laura Kappeler

Zumal sich die Bankleitung angesichts des laufenden Rechtsmittelverfahrens für eine zusätzliche Investition entschieden hat – weitere Jahre will man nicht in den veralteten Kundenräumen arbeiten. «Der heutige Kundenbereich mit klassischen, verglasten Schaltern entspricht nicht mehr den heutigen Bedürfnissen», erklärt Gutmann. Sowohl für die Kundinnen und Kunden wie auch die Mitarbeitenden sei die Situation unbefriedigend. Vom 23. Februar bis 29. März werden die bisherigen Schalter deshalb durch eine offene Kundenzone ersetzt. In der Umbauphase bleibt diese vorübergehend geschlossen. Beratungsgespräche finden weiterhin nach Terminvereinbarung statt. Kundinnen und Kunden, die persönliche Dienstleistungen ohne Termin oder Unterstützung bei Bargeldgeschäften benötigen, können währenddessen die Geschäftsstelle in Steinach nutzen. Die Bancomaten bleiben hingegen während der gesamten Umbauzeit nutzbar. Die neu gestaltete Kundenzone ist ab 30. März wieder geöffnet. Zur Investitionssumme macht Gutmann keine Angaben. Er hält lediglich fest, dass im Zuge des Umbaus auch notwendige Massnahmen vorgezogen würden. Der bauliche Erneuerungsbedarf gehe indes weit über die Kundezone hinaus. «Die Realisierung des Neubaus bleibt deshalb weiterhin unser erklärtes Ziel.»

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