Schabernack im Jugendraum führt zu Schliessung
Manuela MüllerDer Verein Active Youth Berg bietet jeweils jeden zweiten Freitag im Monat den Jugendtreff in Berg an. Die Räumlichkeiten im alten Feuerwehrdepot an der Dorfstrasse 36 stehen sämtlichen Jugendlichen aus Berg und Freidorf ab der 6. Klasse zur Verfügung. «Die Jugendlichen brauchen einen Raum um sich auszutoben», sagt Petra Nyffeler, Co-Präsidentin der «Active Youth», welche den Jugendraum trägt und sich freiwillig für die Betreuung engagiert. «Ich bin selbst in Berg aufgewachsen und habe den Jugendtreff als Schülerin besucht», erzählt Nyffeler. Bisher habe sie weder als Besucherin noch als Betreuerin einschneidende negative Erfahrungen mit dem Jugendraum gemacht. Es gibt zudem klare Regeln für die Nutzung des Raums. «Wir führen zum Beispiel eine Präsenzliste, welche die Jugendlichen, die das Angebot nutzen, ausfüllen müssen.» Diese dient nicht nur der Statistik, sondern schafft auch die nötige Verbindlichkeit während des Besuchs im Jugendraum.
Bestehende Regeln überarbeiten
In den vergangenen Wochen griffen diese Massnahmen jedoch nicht mehr. Laut Informationen im neusten «Berg aktuell» kam es während der Öffnungszeiten des Jugendraums wiederholt zu Vorfällen, die zu Reklamationen aus der Bevölkerung führten. Unter anderem wurden Klingelstreiche gemeldet, im Jugendraum kam es zu Sachbeschädigungen, sowie respektlosem Verhalten gegenüber Raum und Aufsicht – beispielsweise mit der bewussten Angabe falscher Kontaktdaten auf der Präsenzliste.
Der Jugendraum Berg bleibt aus diesem Grund bis und mit Februar vorübergehend geschlossen. Aufgrund der aktuellen Situation haben Vorstand und Präsidium des Vereins Active Youth in Absprache mit dem Gemeinderat beschlossen, die bestehenden Regelungen zu überarbeiten. Künftig soll der Jugendraum nur noch von Jugendlichen besucht werden können, deren Erziehungsberechtigte ihre vollständige Adresse sowie gültige Telefonnummern beim Präsidium hinterlegt haben. «Das Angebot des Jugendraums setzt voraus, dass Regeln eingehalten werden und ein respektvoller Umgang mit Anwohnern, Aufsichtspersonen und der Infrastruktur gewährleistet ist», betont Nyffeler. Ziel der «Active Youth» und der Gemeinde sei es aber, den Treffpunkt unter klaren und für alle Beteiligten tragbaren Bedingungen wieder öffnen zu können.