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Wohlfühlen in Mehrfachausführung

Martin Lackner eröffnete gemeinsam mit Stefan Mätzler in den vergangenen acht Monaten vier Feelgood Center in der Ostschweiz. Darunter ist auch eines in der Überbauung West an der Seestrasse in Horn.

Manuela Müller

Angefangen hat die Zusammenarbeit von Lackner und Mätzler mit dem Standort in Heerbrugg im Juni. Im Oktober folgte die Eröffnung des Centers in Horn, jenes in Wittenbach im Dezember und der Standort in Buchs im Januar. Die Center mit dem «Feelgood»-Konzept bieten allesamt das gleiche Angebot: Zwölf Geräte des Herstellers «Innerva», die automatisiert den ganzen Körper trainieren. Der englische Gerätehersteller hat sich in den 80er und 90er Jahren vor allem auf die Produktion von Reha-Geräten spezialisiert. «Die zwölf Geräte werden jeweils 2,5 Minuten genutzt. Dadurch kann innerhalb von 40 Minuten in einem Durchgang der komplette Körper mobilisiert, gedehnt und gekräftigt werden.» Dabei kann die Nutzerin oder der Nutzer selbst bestimmen, in welcher Intensität sie oder er trainieren möchte. Dadurch falle laut Lackner auch die Motivationshürde bei Nutzerinnen und Nutzern weg. Das Angebot der Feelgood Center richtet sich vor allem an die ältere Generation über 50 Jahre und alle, die etwas für ihre Mobilität und Gesundheit tun möchten, mit klassischen Fitnesscentern nicht viel anfangen können.

Konzept vervielfältigen

Das Franchise-Konzept der Feelgood-Kette stammt aus Norwegen. Dort ist es mit 80 Standorten im gesamten Land bereits etabliert und erobert nun auch den deutschen, österreichischen und Schweizer Markt. Die Voraussetzungen für die Eröffnung eines neuen Centers beinhaltet unter anderem, die Bereitschaft Neues zu lernen, da für den Betrieb laut Webseite keine spezifischen Vorkenntnisse nötig seien, jedoch eine umfassende Ausbildung und stetige Schulungen angeboten werden.

Mit den automatisierten Geräten kann der Trainingsaufwand selbst bestimmt werden.
Mit den automatisierten Geräten kann der Trainingsaufwand selbst bestimmt werden.
© Manuela Müller

Die Betreiberin oder der Betreiber soll eine dienstleistungsorientierte Haltung haben, sowie wird ein gut zugänglicher Raum mit einer Fläche von 110m2 benötigt. «Das gewisse Flair und ein gutes Einzugsgebiet mit der Wohngegend für unsere Zielgruppe, haben wir hier in der Überbauung West in Horn gefunden.» Finanziell werden den Betreibern Möglichkeiten aufgezeigt, um «finanziell solide planen und langfristig zufrieden bilanzieren» zu können. «Da mein Co-Centerbetreiber bereits einige Standorte in Österreich betreibt, ist Feelgood Austria natürlich auch Investor und Teilhaber bei den Studios.» Zudem bringe Feelgood Austria Kapital in die Feelgood Operations AG für die finanzielle Stabilität mit ein.

Mit Tina Oswald-Sommer (r.) haben Martin Lackner (l.) und Stefan Mätzler eine Fachperson, die das Center jeweils von 8 bis 12 Uhr betreut.
Mit Tina Oswald-Sommer (r.) haben Martin Lackner (l.) und Stefan Mätzler eine Fachperson, die das Center jeweils von 8 bis 12 Uhr betreut.
© Manuela Müller

Veräusserung Überbauung Horn West

In der Überbauung Horn West an der Seestrasse sind nebst dem Feelgood Center Horn auch Geschäfte wie der Detailhändler Coop oder die medbase-Apotheke eingemietet. Anfang Januar gingen sämtliche Liegenschaften von der Fortimo Invest AG an die Suva über. Man habe sich aufgrund der attraktiven Marktsituation zum Verkauf entschieden, schreibt Andrea Mazenauer, Assistentin der Geschäftsleitung der Fortimo AG, auf Anfrage und ergänzt: «Die Transaktionen dienen dazu, gebundene Mittel freizusetzen und in Projektentwicklungen, sowie in die Weiterentwicklung des Kerngeschäfts zu investieren.» Zum Kaufobjekt gehören die Liegenschaften an der Seestrasse 111, 111a, 113, 113a, 115, 115a, 115c. Darunter befinden sich Gewerbe- und Wohngebäude, Mehrfamilienhäuser, Tiefgarage und unterirdische Gebäude. Somit gehört der Suva nun nicht mehr nur die angrenzende Überbauung Aurelia, mit Mietern wie der Migros, sondern neu auch Teile der Überbauung Horn West mit einer Gesamtfläche beider Überbauungen von über 27’000 m2.

«Um die Renten für verunfallte Versicherte langfristig sicherzustellen, werden seitens der Suva Rückstellungen gebildet – mit dem Ziel, zukünftige Generationen nicht mit den Kosten vergangener Unfälle zu belasten», gibt Simone Isermann, Mediensprecherin der Suva Auskunft. Zu diesen langfristigen Kapitalanlagen gehören auch Immobilien. «Die Erträge aus diesen Kapitalanlagen sind, neben den Prämien, eine wichtige Einnahmequelle der Suva und leisten einen Beitrag zur langfristigen finanziellen Stabilität.» Dass die Überbauungen Horn West und Aurelia nebeneinanderliegen, habe sich aus einer passenden Gelegenheit ergeben. Die Nähe zur Überbauung Aurelia ermögliche laut Isermann Synergien in der Liegenschaftsverwaltung, was den Mieterinnen und Mietern zugutekomme. Es scheint, die Suva baue sich ein kleines Imperium auf … «Die Suva investiert in der gesamten Schweiz in Immobilien. Die Gemeinde Horn erachten wir als einen attraktiven Wohnort am Bodensee mit entsprechender Nachfrage nach Wohn- und Gewerberaum», erklärt Isermann. Die bestehenden Mietverhältnisse wurden mit dem Kauf übernommen. Für die Mieterinnen und Mieter ändere sich somit nichts, ausser dass sie mit der Suva eine neue Verwaltung und somit neue Ansprechpartnerin haben.

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