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Gemeinderat Berg sucht nach neuem Mitglied

Am Sonntag, 27. September, hätte eigentlich die Ersatzwahl für den Gemeinderat im St. Gallischen Berg stattfinden sollen. Da sich jedoch trotz der Informationsveranstaltung weder ein Kandidat noch eine Kandidatin finden liess, enthält der Stimmzettel für den ersten Wahlgang keine Wahlvorschläge.

Sabine Moosmann

Dass sich kein Kandidat und keine Kandidatin finden liessen, überraschte Gemeindepräsident Peter Imthurn: «Die Informationsveranstaltung im Juni war gut besucht. Wir haben erklärt, was zu erwarten ist und es haben auch einige Personen Interesse gezeigt. Leider ging trotzdem keine Kandidatur ein.» Am 8. Juni informierte der Gemeinderat Berg zur Ersatzwahl für einen Sitz im Gemeinderat. Diese Ersatzwahl wurde notwendig, da sich Cyrill Meier dazu entschieden hatte von seinem Amt per Ende 2026 zurückzutreten. Peter Imthurn betont im Gespräch, dass sich Interessierte zur Wahl stellen sollten, da auf sie eine spannende, bereichernde Aufgabe warte. Die Ursache für die fehlenden Kandidaturen sieht er vor allem in zwei Punkten: «Es gibt gerade den Trend, dass man sich alle Optionen offen halten möchte und keine Verpflichtungen eingehen möchte. Dazu steht man in der Öffentlichkeit und dafür braucht man eine dickere Haut als früher.» Aus Erfahrung könne er aber sagen, dass die positiven Seiten und die Möglichkeit der Mitgestaltung die Nachteile der Aufgabe übersteigen. «Bei Interesse oder Fragen steht der gesamte Gemeinderat gerne zur Verfügung», betont Imthurn.

Mögliche Vakanz ab Januar

Der zweite Wahlgang findet am 29. November statt und bietet zwei Besonderheiten im Gegensatz zum ersten Wahlgang. Einerseits gilt das relative Mehr. Dies bedeutet, dass ein Kandidat oder eine Kandidatin nicht mehr als 50 Prozent der Stimmen braucht, sondern die Person mit den meisten Stimmen gewählt ist. Andererseits ist es auch möglich den Wahlgang durchzuführen, wenn nur eine Kandidatur vorliegt. Dann wird dieser Kandidat oder diese Kandidatin in stiller Wahl gewählt. «Sollte auch für den zweiten Wahlgang keine Kandidatur eingehen, wird der Sitz vakant und der Gemeinderat wird eine Findungskommission einsetze», erklärt Imthurn. Da nur die ersten beiden Wahlgänge gesetzlich vorgegeben sind, ist der nächste Wahlgang noch nicht terminiert. «Aus Kostengründen wird man sich aber an den Terminen für Bundes- oder Kantonswahlen orientieren und diesen vermutlich im Frühling ansetzen», so der Gemeindepräsident Peter Imthurn.

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