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Gerettete Lebensmittel aus der Waschanlage

Seit Monaten hängt die Zukunft der Lebensmittelabgabe «tavola» am seidenen Faden. Jetzt kommt die erlösende Nachricht: Ein neuer Raum ist gefunden.

Kim Berenice Geser

Unzählige mögliche Standorte, zig Gespräche, viel Wohlwollen, aber keine Lösung – das war die Ausbeute des «tavola»-Teams der letzten Monate. Letzte Woche wendete sich das Blatt dann endlich: Asmir Murtezi, Inhaber der Firma A.S.I. Autospritzwerk - Carrosserie, stellt für die Arboner Lebensmittelabgabe einen Raum zur Verfügung. Genauer gesagt handelt es sich dabei um die stillgelegte Waschanlage im Souterrain jenes Gebäudes an der Romanshornerstrasse, in dem Murtezi seit mehreren Jahren den Bau eines Spielparadieses plant. Dieses Unterfangen ist allerdings aufgrund eines Einspracheverfahrens schon fast ebenso lange blockiert. Weshalb Murtezi die Räume in der Zwischenzeit anderweitig vergeben kann.

Rückkehr wäre eine Möglichkeit

Für Rosmarie Topcu, Michaela Hausammann und Bärbel Mangold vom Kernteam der «tavola» ist dieses Angebot eine riesige Erleichterung, denn die Lebensmittelabgabe lebte von geborgter Zeit. Aktuell operiert sie nämlich vom ehemaligen Alters- und Pflegeheim der evangelischen Kirchgemeinde aus, kann dort aber nur bis Ende März bleiben. Warum? Das einen Steinwurf vom neuen Standort entfernte Gebäude befindet sich heute im Besitz der Wohnbau-Genossenschaft Ziegelhütte. Und deren Baugesuch für die zweite Bauetappe liegt seit Kurzem öffentlich auf, nachdem Anfang des Jahres der dafür dringend benötigte neue Zonenplan in Kraft gesetzt wurde.

Die Erleichterung bei Bärbel Mangold, Rosmarie Topcu und Michaela Hausammann (v.l.) ist gross. Das Kernteam der Lebensmittelabgabe «tavola» war seit Monaten auf der Suche nach einem neuen Raum und wurde endlich fündig.
Die Erleichterung bei Bärbel Mangold, Rosmarie Topcu und Michaela Hausammann (v.l.) ist gross. Das Kernteam der Lebensmittelabgabe «tavola» war seit Monaten auf der Suche nach einem neuen Raum und wurde endlich fündig.
© Kim Berenice Geser

Auf die drei Baukörper mit insgesamt 45 Wohnungen aus der ersten Etappe folgt nun die Realisierung des restlichen Projekts. Dazu gehören ein vierter Neubau sowie die Sanierung des ehemaligen Pflegeheims, das nebst Wohnungen auch mehrere Aufenthaltsräume erhalten soll. Insgesamt wird das Projekt Ziegelhütte dereinst 72 Wohnungen umfassen. Die Auflagefrist für das Baugesuch der zweiten Bauetappe läuft noch bis zum 4. Februar. Die Genossenschaft hofft auf eine baldige Bewilligung, wie Vorstandsmitglied Inge Abegglen auf Anfrage sagt. So könnte ohne Unterbruch weitergearbeitet werden. Für die «tavola» bedeutet das handkehrum einen baldigen Auszug. Wobei dieser unter Umständen nur temporär sein könnte. Abegglen schliesst zum heutigen Zeitpunkt eine Rückkehr der «tavola» in die sanierten Räume nicht aus, schliesslich seien diese auf gemeinschaftliche Nutzung ausgelegt.

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