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Jubiläum mit Fragezeichen

Mitte Mai findet in Arbon zum zehnten und vorläufig letzten Mal das «Weltklasse am See» statt. Aufgrund der Sanierung der Sportanlage Stacherholz ist die Zukunft der Veranstaltung unklar.

Sabine Moosmann

Im Zwei-Jahres-Turnus heisst Arbon rund 130 Top-Athletinnen und -Athleten im Rollstuhlsport in Arbon willkommen. Das «Weltklasse am See» ist für viele dieser Sportlerinnen und Sportler ein Höhepunkt, da die in die Jahre gekommene Rundbahn in Arbon ideale Bedingungen für schnelle und rekordbrechende Rennen bietet. Bereits seit 2021 ist allerdings bekannt, dass die Sportanlage Stacherholz in zwei Etappen saniert werden soll. Die erste Etappe, die Sanierung der Trainingsfelder Ost und West, sowie des Korbball-Feldes, ist für Ende des Jahres geplant. Jedoch ist die Umsetzung abhängig vom Verlauf des Auflageverfahrens. Dieses wurde seitens der Stadt im Herbst 2025 neu aufgerollt, weil man sich im ersten Auflageverfahren nicht mit dem einzigen Einsprecher einigen konnte (siehe hier).

Blick in eine ungewisse Zukunft

«Die Sanierung der Sportanlage bedeutet, dass in den nächsten Jahren das Weltklasse am See nicht wie gewohnt durchgeführt werden kann», sagt OK-Präsident Nick Sigg, der sein Amt nach der diesjährigen Veranstaltung niederlegen wird. Die Übernahme des Organisationskomitees durch einen neuen Vorsitz ist bereits geplant. Es gäbe verschiedene Ideen die Veranstaltung an einem anderen Ort durchzuführen. Dies sei jedoch stark abhängig von den Helferinnen und Helfern und auch vom Interesse der Athletinnen und Athleten.

Am 14., 16. und 17. Mai findet das Weltklasse am See in Arbon statt.
Am 14., 16. und 17. Mai findet das Weltklasse am See in Arbon statt.
© Archiv

Die Besonderheit der Veranstaltung liege in der Atmosphäre, der Organisation und in den Begebenheiten der Rundbahn in Arbon. Aufgrund der Unklarheiten zur Zukunft der Rundbahn beziehungsweise zur Sportanlage Stacherholz soll dem neuen Vorsitz die Entscheidung und die Gestaltung der Zukunft der «Weltklasse am See» offengehalten werden, so der OK-Präsident.

Unterstützung und Budget

Eine weitere Herausforderung stellt die Finanzierung der diesjährigen Ausgabe der Rollstuhlsport-Veranstaltung dar. Die Stadt unterstützt die Veranstaltung zwar wie bisher finanziell. In diesem Jahr wurde die Unterstützung aber mit Vorbehalt zugesichert, da aufgrund der Ablehnung der Bevölkerung noch kein genehmigtes Budget vorliegt. «Wenn die Unterstützung der Stadt Arbon kommt, ist die Finanzierung gesichert», sagt Nick Sigg und ergänzt: «Die finanzielle Situation hat jedoch keinerlei Auswirkungen auf die Startgelder.» Es solle weiterhin jeder Athletin und jedem Athleten der Start ermöglicht werden.

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