Horner Startup überzeugt
Mitten im Herz der WEGA fand letzte Woche zum zweiten Mal die Höhle der Thurgauer Löwen statt. Vier im Vorhinein festgelegte Startups hatten die Gelegenheit, ihr Geschäftsmodell im Messetrubel zu präsentieren. Das Format des Startnetzwerks Thurgau will Gründerinnen und Gründern aus dem Kanton die Möglichkeit bieten, ihr Geschäftsmodell vor Publikum und einer Jury zu präsentieren. Der Ablauf ist klar strukturiert: Die vier Startups «pitchen» nacheinander ihr Geschäftsmodell während sieben Minuten und stellen sich anschliessend direkt den Fragen von Jury und Publikum. Nach den vier Präsentationen geht es sofort ins Live-Voting über. Das Publikum wählt am Smartphone ihren Favoriten. Die Jury setzte sich zusammen aus Rita Fröhlich der Malerei ANGST in Romanshorn, Claudio Minder von Kybun-Joya in Roggwil sowie Fabian Danko, Mitgründer des Home of Innovation in Winterthur.
Sie sowie das Publikum am meisten überzeugt haben Sandro Parissenti und Manuel Hungerbühler mit ihrem Horner Startup fruuna. Mit dem Gefriertrocknen von Früchten und Gemüse setzen sie sich gegen Food Waste ein, weil sie mit ihrer Technologie verschiedenste regionale Lebensmittel haltbar machen. Nebst dem Vertrieb über die eigene Online-Plattform sowie über Wiederverkäufer in der Ostschweiz haben auch Produzenten aus der Region die Möglichkeit, ihre Früchte und Gemüse in Lohnarbeit gefriertrocknen zu lassen. Wohin das von der Thurgauer Kantonalbank gesponserte Preisgeld von 5000 Franken fliesst, verrät Parissenti bereits bei der Checkübergabe: «Das Geld investieren wir in die Entwicklung von gefriergetrockneten Trauben. Da sehen wir grosses Potenzial.»
red