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Jubiläum mit frischem Auftritt

20 Jahre Primarschulgemeinde Arbon (PSGA), ein Grund zum Feiern, Meilensteine zu ehren und einen Blick in die Zukunft zu werfen. Schulpräsidentin Regina Hiller gibt Einblick in vergangene Höhepunkte und die Zukunftspläne der PSGA.

Manuela Müller

Regina Hiller, welche Meilensteine hatte die PSGA in den vergangenen 20 Jahren zu verzeichnen?

Blickt man auf 20 Jahre zurück, erscheint mir ein erster Meilenstein besonders erwähnenswert – der noch vor «meiner» Zeit lag: Ein grosser Verdienst der Gründungsbehörde unter Präsident Konradin Fischer bestand darin, den aus der Teilung der Volksschulgemeinde übernommenen Bilanzfehlbetrag von rund 3,5 Mio. Franken innerhalb der ersten fünf Jahre abzubauen und gleichzeitig mit Schulhaussanierungen, sowie dem Bau der Säntishalle gezielt in den Schulraum zu investieren.

An der Jubiläumsfeier enthüllte Regina Hiller das neue Logo der PSGA, das von der Arbonerin Ursula Hitz designet wurde. (siehe unten)
An der Jubiläumsfeier enthüllte Regina Hiller das neue Logo der PSGA, das von der Arbonerin Ursula Hitz designet wurde. (siehe unten)
© Manuela Müller

Welcher Moment blieb Ihnen in den 15 Jahren als Schulpräsidentin am meisten in Erinnerung?

Bei mir hinterliess die Einweihung des neuen, dritten Schulstandortes Seegarten mit Ganztagesbetreuung und altersdurchmischten Klassen vor rund zehn Jahren, eine bleibende Erinnerung. Damit verbunden war ein tiefgreifender Umzug: Rund die Hälfte der Kinder und ein Drittel des Personals starteten nach den Sommerferien in einem neuen Schulhaus. Kinder wechselten vom Schöntal ins Stacherholz, vom Stacherholz ins Bergli oder in den Seegarten, sowie vom Bergli in den Seegarten. Intern sprachen wir von der «Arboner Schülerwanderung». Ab diesem Zeitpunkt wuchsen die Schülerzahlen kontinuierlich. Zuvor lagen sie zwischen 850 und 880, heute unterrichten wir vom Kindergarten bis zur 6. Klasse rund 1’100 Schülerinnen und Schüler.

Gemeinsam mit der PSGA feierte auch Lehrerin und Stadtparlamentarierin Esther Straub ihr 20-Jahr Jubiläum an der Primarschule Arbon.
Gemeinsam mit der PSGA feierte auch Lehrerin und Stadtparlamentarierin Esther Straub ihr 20-Jahr Jubiläum an der Primarschule Arbon.
© Manuela Müller

Klingt, als würde Ihnen die Arbeit in Zukunft nicht ausgehen ...

Wir haben uns für die Legislatur 2024 bis 2029 einmal mehr ehrgeizige Ziele gesetzt. Ein nächster grosser Meilenstein zum Ende dieser Legislatur wird die Inbetriebnahme des Schulhauses Städtli sein, zu dessen Kauf die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Arbon schon im Mai 2024 erfreulicherweise deutlich Ja gesagt haben. Wir wachsen und entwickeln uns weiter, dies gilt es vorausschauend und verantwortungsbewusst zu planen – in jeglicher Hinsicht: pädagogisch, personell, baulich und finanziell.

Auf der Einladungskarte zur Jubiläumsfeier war ganz Arbon inklusive der Ortsteile Frasnacht und Stachen abgebildet. Könnte das bereits ein Hinweis für einen Zusammenschluss der Schulgemeinden sein?

Das Sujet der Karte, die von Ursula Hitz gestaltet wurde, kann tatsächlich als Hinweis auf die bestehende und geschätzte Zusammenarbeit mit den Primarschulgemeinden Stachen und Frasnacht verstanden werden. Diese Kooperation leben wir bereits heute in verschiedenen Bereichen.

Freundschaftliches Miteinander: Auch die Präsidenten der Schulgemeinden Stachen und Frasnacht, René Buchegger und Daniel Leu befinden sich unter den Gästen.
Freundschaftliches Miteinander: Auch die Präsidenten der Schulgemeinden Stachen und Frasnacht, René Buchegger und Daniel Leu befinden sich unter den Gästen.
© Manuela Müller

Aber der Zusammenschluss steht nicht auf der Agenda der PSGA?

Die Frage nach einem möglichen Zusammenschluss wirft grundsätzliche Überlegungen auf: Wann ist eine Organisation gross genug? Grösse allein ist kein Qualitätsmerkmal; sie kann Abläufe verlangsamen und Strukturen schwerfälliger machen. Ob es künftig sinnvoll sein wird, verschiedene Modelle einer Volksschulgemeinde zu prüfen, bleibt offen und wichtig – wir stehen solchen Überlegungen dialogbereit gegenüber. Aus heutiger Sicht nicht zielführend wären jedoch schrittweise Fusionsprozesse.  Angesichts des anhaltenden Wachstums stehen für uns in den kommenden Jahren insbesondere Aufgaben im Bereich Liegenschaften, Sanierungen und zusätzlicher Schulraum im Vordergrund. Parallel dazu kleinteilige Fusionsprozesse über mehrere Jahre zu führen, wäre derzeit nicht realistisch. Unser Fokus liegt deshalb klar auf einer verlässlichen und konstruktiven Zusammenarbeit mit den umliegenden Schulgemeinden. Diese pflegen wir aktiv und bewusst.

PSGA feiert Jubiläum

Am Dienstag feierte die Primarschulgemeinde Arbon (PSGA) ihr 20-Jahr-Jubiläum. Nebst Ansprachen von Schulpräsidentin Regina Hiller und Stadtpräsident René Walther wurden die Lachmuskeln der geladenen Gäste, welche sich aus Mitarbeitenden der PSGA, Behördenmitgliedern und Vertrauten der PSGA zusammensetzten, strapaziert. Dies dank der Aufführung der Improtheater-Gruppe «Öpfel mit Stil». Als Überraschung  wurde  zum Abschluss das neue Logo der PSGA präsentiert: Es ist verspielt, lesefreundlich, ähnlich wie jenes der «sekundar» gestaltet und beinhaltet die Farbverwandtschaft mit dem bisherigen Logo.

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