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Landwirte leisten Überzeugungsarbeit

Die Horner Landwirtin Regula Popp findet, es sei dringender denn je, dass die hiesigen Konsumenten Frischkäse aus Schweizer Milch statt den Deutschen Pendants den Vorzug geben. Dabei scheut sie keine Mühen, auch selbst hinzustehen.

«Wir Bauern sind die besten Botschafter für unsere Produkte», sagt Regula Popp. Mit ihrem Mann Dionys führt sie in Horn einen Milchwirtschaftsbetrieb. Die aktuelle Lage auf dem Milchmarkt bereitet Familie Popp grosse Sorgen, wie sie im Gespräch mit Stefanie Giger, Redaktorin des «Thurgauer Bauers» sagt. Nach wie vor habe es zu viel Milch auf dem Markt und die Verarbeitungsbetriebe liefen am Limit. Bereits werde Schweizer Milch in der Biogasanlage entsorgt. «Die Konsumenten müssen sensibilisiert werden, unsere guten Schweizer Milchprodukte zu kaufen», konstatiert Regula Popp. Sie liess ihren Worten Taten folgen: Am Valentinstag bot sie zusammen mit vier Helfenden – Bäuerinnen und Bauern aus der Region – Streichkäse aus Schweizer Produktion in den Coop-Filialen in Horn und Arbon zur Degustation an. In Arbon waren vier Bäuerinnen und Bauern von 8 bis 18 Uhr in der Novaseta. In Horn stand Regula Popp selber im Einsatz, sprach mit den Menschen aus ihrem Dorf über die Schweizer Herkunft beim Einkauf und bot Mozzarella-Herzen und Frischkäse zum Probieren an.

Regula Popp mit einer jungen Konsumentin im Coop Horn.
Regula Popp mit einer jungen Konsumentin im Coop Horn.
© z.V.g.

«Die Gespräche waren sehr positiv», resümiert Popp. Sie habe viel Sympathie für die Schweizer Landwirtschaft gespürt. Die Bäuerin sagt: «Es gäbe viele Möglichkeiten und Gelegenheiten, wie wir Produzenten mit den Konsumenten ins Gespräch kommen können und ihnen erklären, weshalb sie Schweizer Produkte kaufen sollen.» Einer davon ist der nationale «Tag der Milch», der dieses Jahr am 11. April stattfindet.

pd

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