Einsprachen abgewiesen doch der Konflikt bleibt
Sabine MoosmannBereits vor vier Jahren hat sich die Arboner Bevölkerung mit einem Ja zum Gestaltungsplan und der Umzonung für das 85-Millionen-Grossprojekt zwischen den Gebäuden «Novaseta», «Hamel» und «Rosengarten» ausgesprochen. Durch die Rekurse des Arboners Gustav Maurer und der Immobiliengesellschaft Manuela AG, der Besitzerin der benachbarten Überbauung Rosengarten, wurde das Bauprojekt bisher jedoch blockiert. Mit dem Entscheid des DIV, die Rekurse abzuweisen, ist der Weg zur Umsetzung des Bauprojekts aber nicht frei. Wie die Thurgauer Zeitung diese Woche berichtete, wird zumindest Maurer den Fall weiterziehen.
Trotz Abweisung kein Ende in Sicht
Auf Anfrage bestätigt Maurer gegenüber «felix»: «Ich habe meine Beschwerdeschrift bereits vor einer Woche eingereicht.» Er betont, dass er dies für Arbon mache. «Es geht hierbei um die Sache und nicht um mich. Die Stadt hat ein grosses Potenzial und das wird mit diesem Projekt nicht genutzt», erklärt er seine Beweggründe. Zur Erinnerung: Die geplante Zentrumsüberbauung auf dem 10’200 Quadratmeter grossen Grundstück zwischen Hamel und Novaseta besteht aus einem zweigeschossigen Sockelbau mit vier Eckbauten. Das Projekt beinhaltet 84 Wohnungen und 8500 Quadratmeter Geschäftsfläche.
Maurer sieht im «Stadthof» eine Fehlplanung und schlägt als Alternative seinen Planungsentwurf «Arrondo-Center» vor. Es ist nicht das einzige Projekt für das Maurer eigene Ideen hat. Auch für das «Riva», das Saurer WerkZwei-Areal und den Neubau der Schulanlage Lärche hat er Verbesserungsvorschläge. Diese machte er bei der «Lärche» jüngst mit einer Einsprache geltend. Beim Projekt «Henry» der HRS zog er gar bis vors Bundesgericht. Ob es ihm die Manuela AG beim Stadthof gleich tun wird, ist noch offen. Nunzio Lo Chiatto, CEO der Berninvest AG, deren Tochter die Manuela AG ist, sagt auf Anfrage: «Wir werden den Entscheid des DIV genau prüfen und eine nähere Analyse durchführen.» Nach Ablauf der Beschwerdefrist nächste Woche werde man über den Entscheid informieren. Mit dem Bau des «Stadthofs» verliert der Rosengarten die Migros, die Ankermieterin im Neubau wird. Derweil rüstet sich die Novaseta für die neue Konkurrenz: Das Einkaufszentrum wird innen komplett saniert und modernisiert. Auch die Verkaufsflächen werden neu angeordnet. Das Baugesuch liegt seit letztem Freitag auf.