Mehr als eine Muskel-Show
Kim Berenice Geser«Performance Lab» nennt sich das neue Angebot im «vitalwerk». Das klingt eher nach Fitness-Regime und Muskel-Show als nach Gesundheitstraining, für welches das «vitalwerk» sonst steht. Was hat es also mit dem neuen Angebot auf sich?
Yara Lutz: Das «Performance Lab» ist ein Trainings- und Coachingraum, der medizinisches Wissen, evidenzbasiertes Training und individuelle Betreuung verbindet.
Kevin Zbinden: Wie im bereits bestehenden Gesundheitszentrum ist es uns auch hier wichtig, dass das Training begleitet wird. Zudem bieten wir Personaltrainings mit fachkundiger 1:1-Betreuung an.
Das heisst, der Raum ist nur in Begleitung der Coaches nutzbar?
Zbinden: Nein. Wir bieten zwar Beratungs- und Trainingseinheiten an. Nach einer umfassenden Bedarfsanalyse und Instruktion können die einzelnen Geräte aber auch selbständig genutzt werden. Im «Performance Lab» neu täglich von 5 bis 23 Uhr.
Richtet sich das Angebot vor allem an ein jüngeres Publikum?
Zbinden: Jein. Es ist richtig, dass wir mit dem «Perfomance Lab» ein jüngeres Klientel ansprechen wollen, das wir mit dem bisherigen Angebot noch nicht abholen konnten.
Lutz: Aber nicht nur. Das Alter der Nutzenden spielt nämlich keine Rolle. Wir betreuen hier sowohl Sportlerinnen und Sportler wie beispielsweise die Spielerinnen und Spieler des HC Arbons, als auch Personen, die ihren Körper besser verstehen und ihr persönliches Potenzial entfalten wollen. Gleichzeitig nutzt auch «medfit» das Angebot für seine Patientinnen und Patienten. Ich habe erst kürzlich mit einer Klientin von mir hier trainiert, die 84 Jahre alt ist.
Inwiefern eignet sich das «Performance Lab» für Physiotherapie-Patientinnen und Patienten?
Lutz: Es gibt viel weniger geführte Geräte als im Gesundheitszentrum einen Stock tiefer. Die meisten Funktionen und Handlungen, die hier trainiert werden, orientieren sich an alltäglichen Handgriffen. So kann zum Beispiel gezielt die Balance trainiert werden. Ziel ist es, dass der Alltag am Ende leichter von der Hand geht.
Zbinden: Das freiere Training schafft zudem Abwechslung. Wir erleben immer wieder, dass die ständig gleichen Trainingsabläufe dazu führen, dass die Motivation der Menschen nachlässt. Im «Performance Lab» können wir neue Impulse setzen.
Unser Ziel ist es, hier ein ganzheitliches Gesundheitshaus zu schaffen, das alle Dienstleistungen von Therapie über Gesundheit und Vitalität bis zu Athletik und Leistungssport abdeckt.
Das «vitalwerk» und «medfit» teilen sich also den Raum. Wie kam es dazu?
Zbinden: Wir arbeiten seit jeher eng zusammen. Unser Ziel ist es, hier ein ganzheitliches Gesundheitshaus zu schaffen, das alle Dienstleistungen von Therapie über Gesundheit und Vitalität bis zu Athletik und Leistungssport abdeckt. Mit dem neuen Trainingsraum stärken wir dieses Ziel. Denn das Angebot bestand eigentlich schon bisher, nur leider war der Platz für alle Nutzenden viel zu klein. Dieses Problem haben wir jetzt nicht mehr und können erst noch einen zusätzlichen Kundenwunsch erfüllen.
Der da wäre?
Lutz: Das Angebot von Gruppenkursen. Auch dafür fehlte bisher der Platz.
Und wer zahlt die Raummiete?
Zbinden: Die teilen sich «vitalwerk» und «medfit» je zur Hälfte. Den Umbau hat grosszügigerweise unser Vermieter übernommen.
Tag der offenen Tür
Am Samstag, 7. Februar, lädt das Team des «vitalwerks» zum Tag der offenen Tür ein. Von 10 bis 16 Uhr kann das neue «Performance Lab» sowie der bereits bestehende Bereich für das Gesundheitstraining an der St. Gallerstrasse 72 in Roggwil besichtigt werden. Weitere Infos zum neuen Angebot, den möglichen Trainingsabos und Kursen gibt es auf vitalwerk-training.ch.