Post zieht in den Volg um
Kim Berenice GeserAb dem 30. März werden in der Poststelle Steinach keine Geschäfte mehr abgewickelt. Damit vollzieht die Post jenen Schritt, der seit langem in der Schwebe hing. Nachdem die Post im Mai 2024 bekannt gegeben hatte, gesamtschweizerisch 170 Poststellen schliessen zu wollen, folgte im November desselben Jahres die Liste der betroffenen Standorte. Darunter war auch Steinach. Allerdings war das erklärte Ziel des gelben Riesen, für alle 170 Filialen Lösungen zu finden, um das Dienstleistungsangebot aufrecht zu erhalten und den Grundversorgungsauftrag zu erfüllen. Oft besteht diese Lösung in einer Zusammenarbeit mit lokalen Partnern – so auch in Steinach.
Dienstleistungen weiter vorhanden
Dort kann die Kundschaft ab dem 30. März ihre Postgeschäfte im Volg Steinach erledigen. In dieser Lösung sieht nicht nur die Post, sondern auch der Steinacher Gemeinderat viele Vorteile, wie er im aktuellen Mitteilungsblatt schreibt: «Damit steht weiterhin an zentraler Lage ein breites Postangebot zur Verfügung. Zusätzlich profitieren die Postkundinnen und -kunden von längeren Öffnungszeiten – beispielsweise über den Mittag oder am Abend.» Die Filiale ist Montag bis Samstag durchgehend von 6 bis 20 Uhr geöffnet.
Das Postangebot im Volg umfasst die täglich nachgefragten Dienstleistungen. Kundinnen und Kunden können Briefe und Pakete ins In- und Ausland aufgeben, zur Abholung gemeldete Sendungen beziehen und Einzahlungen tätigen. Mit der PostFinance Card sind im Volg zudem Bargeldbezüge bis maximal 500 Franken möglich. Der gelbe Briefkasten befindet sich künftig ebenfalls beim Volg.
Gemeinde würde kaufen
Bis zur Eröffnung der Partnerfiliale bleibt die bestehende Post in Betrieb. Was danach mit den Räumlichkeiten geschieht, ist noch nicht bekannt. Gemeindepräsident Michael Aebisegger sagt auf Anfrage, der Ball liege bei der Post. Diese ist als Stockwerkeigentümerin für die Vermietung oder den Verkauf verantwortlich. Mit der Gemeinde wäre bereits eine Kaufinteressentin vorhanden. Doch erste Verhandlungen waren gemäss Aebisegger erfolglos.