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Spielgruppe stellt den Betrieb nächstes Jahr ein

Die Spielgruppe Arbon–Frasnacht–Stachen wird ihren Betrieb per Ende des Spielgruppenjahres 2026/27 einstellen und den Verein auflösen. Der Vorstand hat diesen Entscheid nach eingehender Prüfung der aktuellen Rahmenbedingungen gefällt.

Ausschlaggebend ist insbesondere die Änderung der Finanzierung durch die Trägerschaft aus Stadt Arbon sowie den Primarschulgemeinden Arbon, Frasnacht und Stachen. Statt eines bisherigen Sockelbeitrags wird künftig eine Subvention pro Kind ausgerichtet. Dadurch entfällt für die Spielgruppe die bisherige verlässliche finanzielle Planbarkeit, was langfristige Verpflichtungen wie Mietverträge oder Personalplanung erschwert. Der Vorstand stuft dieses Risiko als zu hoch ein, um den Betrieb weiterhin verantwortungsvoll sicherstellen zu können. Zusätzlich führen neue administrative Auflagen zu einem deutlich erhöhten organisatorischen und zeitlichen Aufwand, der von den ehrenamtlich tätigen Vorstandsmitgliedern kaum mehr bewältigt werden kann. Erschwerend kommt hinzu, dass trotz intensiver Suche keine Nachfolge für vakante Vorstandspositionen gefunden werden konnte – ein Problem, das zunehmend auch andere Vereine betrifft. Bis zur geplanten Schliessung Ende des Spielgruppenjahres 2026/27 wird der Betrieb der Spielgruppe unverändert und in gewohntem Rahmen weitergeführt.

Frühe Förderung bleibt

Die Stadt Arbon sowie die Primar- und Sekundarschulgemeinden Arbon haben vom Entscheid der Spielgruppe Arbon–Frasnacht–Stachen Kenntnis genommen und bedanken sich in einer Medienmitteilung für ihr langjähriges Engagement in der frühen Förderung. Die Rahmenbedingungen habe sich in den vergangenen Jahren verändert, insbesondere durch das kantonale selektive Obligatorium zur vorschulischen Sprachförderung (SOVS). Das bisherige Frühförderprogramm entspricht daher nicht mehr in allen Bereichen den Anforderungen. Stadt und Schulen haben gemeinsam mit weiteren Beteiligten eine Weiterentwicklung der Angebote geprüft. Ab August 2026 startet ein Pilotprojekt zur künftigen Ausgestaltung der frühen Förderung. Ziel ist es, den Zugang zu geeigneten Angeboten weiterzuentwickeln und Anbieter im Rahmen eines neuen Finanzierungssystems gleich zu behandeln. Die frühe Förderung bleibe Bestandteil der kommunalen Bildungs- und Familienpolitik.

red

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