Strauss trifft im Schloss Arbon auf Brahms
Den Auftakt des Abends bildet das Streichsextett aus Richard Strauss’ Oper Capriccio. Die Musik erklang erstmals 1942 bei der Uraufführung der Oper im Münchner Nationaltheater. Entstanden in einer Zeit historischer Abgründe, wirkt das Werk wie ein Moment des Innehaltens, ein Rückzug in die Schönheit der Kunst. Strauss, damals fast 80 Jahre alt, blickt hier mit nachdenklicher Gelassenheit auf ein langes künstlerisches Leben zurück. Im zweiten Teil des Konzerts steht Johannes Brahms’ Streichsextett in G-Dur op. 36 auf dem Programm. Im Gegensatz zu Strauss begegnet das Publikum hier einem jungen, suchenden Komponisten. Das 1864/65 entstandene Werk entfaltet eine vielschichtige, poetische Klangwelt voller innerer Bewegung. Für den Geiger Bastian Loewe verbindet beide Werke ein zentrales Gefühl: die Sehnsucht. Gemeinsam mit der Geigerin Livia Loewe, den Bratschisten Martin Moriarty und Juan Carlos Escobar sowie den Cellistinnen und Cellisten Flurin Cuonz und Milena Umiglia-Marena gestaltet er diesen Abend in der Besetzung eines Streichsextetts. Konzertbeginn ist um 17 Uhr. Tickets sind über www.klassikimschloss.com erhältlich. Die Plätze im Saal sind nummeriert und in zwei Kategorien verfügbar. Der Apéro nach dem Konzert ist kostenlos.
pd