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Badis sitzen auf dem Trockenen

Die anhaltende Trockenheit macht Badi- und Hafenbetreibende rund um den Bodensee zu schaffen. In Arbon hat das fehlende Nass stellenweise gravierende Auswirkungen.

Kim Berenice Geser

Die tiefen Pegelstände des Bodensees wirken sich nachhaltig auf die beiden Arboner Schwimmbäder aus. Besonders deutlich zeigt sich dies im Strandbad Buchhorn: «Praktisch alle Wasseraktivitäten – schwimmen, spielen auf den Flossen oder springen von den Plattformen – sind faktisch nicht mehr möglich», berichtet Nils Heer, städtischer Betriebsleiter Bäder. Einzig die SUP-Fahrer kämen noch auf ihre Kosten. Auch im Schwimmbad sind die Folgen des Flachwassers spürbar. Ein Floss musste bereits entfernt werden und die Badegäste gelangen nur mit einem Spaziergang durchs Seegras ins Wasser. Dies deshalb, weil der vordere Uferbereich aufgrund der Bedingungen nicht abgemäht werden kann, wie Heer erklärt.

Boote in seichten Gewässern

Auf mehr Wasser hofft auch Hafenmeister Timo Mösli. Denn auch wenn der See nicht die Tiefstände aus dem Winter erreiche, führe er für diese Jahreszeit ausserordentlich wenig Wasser. Grund dafür sind zu wenig Schmelzwasser und natürlich die ausbleibenden Niederschläge der letzten Monate. «Zudem verdampfen zigtausende Liter täglich bei diesen hochsommerlichen Begebenheiten», weiss Mösli und fügt an: «Ein Gewitter oder ein kurzer Schauer ist da wortwörtlich nur ein Tropfen auf den heissen Stein und zeigt keine Pegelveränderung.»

Der Badesteg im Buchhorn ist derzeit auf Landgang.
Der Badesteg im Buchhorn ist derzeit auf Landgang.
© Sabine Moosmann

Für den Hafen hat das zur Folge, dass einige Liegeplätze nur noch knietief Wasser haben. Wenige Boote wurden sogar bereits ausgewassert. Weil alle Plätze vergeben sind, könne man den Mietenden aktuell leider auch keine Alternativen anbieten, bedauert Mösli. Aber: «Platzwechsel untereinander werden natürlich gestattet in dieser speziellen Zeit.» Ausserdem habe Arbon den Vorteil eines vergleichsweise tiefen Hafens. «So können die meisten Gäste doch noch vorbeikommen für eine Übernachtung an den Gastplätzen.»

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