Mehr Fernwärme für Horn
Sabine MoosmannDie Entwicklung der Energie Horn AG ist von einem kontinuierlichen Ausbau der Wärmeerzeugung geprägt. Im Jahr 2011 wurde die erste Anlage mit einer Leistung von 1200 kW in Betrieb genommen. Bereits im Folgejahr wurde ein Sommerofen mit einer Kapazität von 250 kW ergänzt. Im Jahr 2019 wurde mit der Erweiterung um einen Heizofen mit 900 kW Leistung, die heutige Kapazität erreicht. Aufgrund der steigenden Nachfrage stiessen die bestehenden Anlagen zunehmend an ihre Grenzen. Deshalb investiert das Unternehmen in einen weiteren Ofen mit 2400 kW und verdoppelt somit die Heizleistung. «Diese Neuanschaffung entspricht der modernsten Verbrennungstechnik mit neuester Steuerung», erklärt Geschäftsführer Josef Popp. Zusätzlich wird eine Wärmerückgewinnung zwischen Ofen und Kamin geschaltet, die nochmals zusätzliche Wärme aus dem Kamin gewinnen kann. Die aufwendige und modernste Filtertechnik übertrifft gemäss Popp die Vorgaben des Kantons. «Ich hoffe, dass wir damit weitere Hauseigentümer von dieser umweltfreundlichen Kreislauf-Wirtschaft überzeugen zu können.»
Nachhaltige Wärme
Das benötigte Brennholz stammt ausschliesslich aus der Region. Der grösste Teil wird in der Kompostieranlage Hutter in Steinach aus Holz von Obstanlagen, Grünabfuhr, Baumstrünken und Stadtholzerei aufbereitet und der Energie Horn angeliefert. Auch die Forstwirtschaft in der Region, wie beispielsweise der Forstbetrieb Fuchs Rorschacherberg profitiert von der Absatzmöglichkeit in Horn. Der Verbrauch von Holzschnitzeln beträgt zur Zeit etwa 15’000 Kubikmeter.
Mit der 2025 zusätzlich errichteten Holzschnitzelhalle können laut Popp die Leistung und Kapazität der 2011 gegründete Energie Horn AG weiter gewährleistet werden. Das Fernwärmenetz hat momentan eine Gesamtlänge von etwa elf Kilometer und versorgt Gebäude in ganz Horn (ausser Horn West) und das Industriegebiet in Tübach. Zur Zeit werden rund 900 Wohneinheiten mit CO2-neutraler Holzenergie beheizt. «Dadurch werden gegenüber fossilen Heizungen rund 1 Million Liter Heizöl eingespart oder 2700 Tonnen CO2 in unserem Versorgungsgebiet weniger ausgestossen», fasst Popp zusammen.