Mehr Platz für Beachsport
Sabine MoosmannDie Beachsportanlage im Arboner Seepark soll wachsen. Der Volleyballclub Arbon (VBC Arbon) und der Handballclub Arbon (HC Arbon) planen, die bestehende Anlage um ein drittes Spielfeld zu ergänzen. Damit soll mehr Platz für Trainings, Turniere und den Freizeitsport entstehen. Neben Beachvolleyball und Beachhandball könnten künftig auch Beachsoccer und weitere Beachsportarten ausgeübt werden. Zudem soll die vergrösserte Spielfläche die offiziellen Masse für Beachhandball-Turniere erfüllen.
Jubiläumsturnier gibt neuen Anstoss
Die Anlage wurde 1998 von Mitgliedern des VBC Arbon in Fronarbeit erstellt und selbst finanziert. Seither kümmert sich der Verein um den Unterhalt und die regelmässige Erneuerung des Sandes, teilweise mit Unterstützung der Stadt. Pläne für eine Erweiterung gab es bereits früher, umgesetzt wurden sie jedoch nicht. Nun nehmen die beiden Vereine das Vorhaben erneut in Angriff. Anlass dafür sind unter anderem das bevorstehende Jubiläum des Beachturniers im Jahr 2027 und eine Anfrage für ein internationales Turnier. «Jetzt bietet sich eine einmalige Chance, Arbon sportlich weiterzubringen», sagt Heide Carrilho, Finanzverantwortliche des VBC Arbon.
Die finanzielle Unterstützung durch Stadt und Kanton sei ein wichtiger Schritt, um das Projekt gemeinsam mit dem HC Arbon zu verwirklichen. Die beiden Vereine arbeiten bereits seit längerer Zeit zusammen. Der HC Arbon organisiert jährlich ein Beachhandballturnier und nutzt dafür die Anlage des VBC. Mit einem zusätzlichen Spielfeld erhofft sich der Handballclub bessere Möglichkeiten für die Durchführung und Weiterentwicklung seines Turniers. «Für den HC Arbon ist die Erweiterung eine grosse Chance, unser Beachhandballturnier weiterzuentwickeln und den Sport in Arbon einem noch grösseren Publikum zugänglich zu machen», sagt Nico Strässle, der im HC-Vorstand für Beachhandball und das Projekt Beachfeld zuständig ist.
Crowdfunding gestartet
Die Gesamtkosten für das dritte Spielfeld belaufen sich auf 70’500 Franken. Der Arboner Stadtrat hat eine Kostenbeteiligung von 40 Prozent, maximal 27’000 Franken, beschlossen. Der Kanton Thurgau steuert weitere 13’500 Franken bei. Damit sind 40’500 Franken der Finanzierung abgedeckt. Für die verbleibenden 30’000 Franken setzen die beiden Vereine auf ein Crowdfunding. Sie sammeln über die Webseite www.fundoo.ch und hoffen auf Unterstützung aus der Bevölkerung, von Unternehmen, Vereinsmitgliedern und weiteren Interessierten. Die zugesagten Spenden werden erst fällig, wenn das Finanzierungsziel erreicht ist.
Ausbau trotz Seeuferrevitalisierung
Der Seepark als Standort für sportliche Anlagen war in der Vergangenheit bereits Gegenstand politischer Diskussionen. So auch die Seeuferrevitalisierung zwischen Badi und Seepark, für die sich die Arboner Stimmbevölkerung Ende September ausgesprochen hat. Die Erweiterung der Beachsportanlage kann trotz der geplanten Revitalisierung umgesetzt werden. Im Bewilligungsverfahren wurde die Eignung des Standorts geprüft und bestätigt. Der Ausbau innerhalb der bestehenden Anlage ist bereits bewilligt. Wann die Bauarbeiten beginnen und das dritte Spielfeld in Betrieb genommen werden kann, ist noch offen.